Bloggen mobil – von überall aus mit der Welt in Kontakt stehen



Der heutige Beitrag ist ein Gastbeitrag von Katja Breuer, wohl besser bekannt als Kategraphy. Vor etwa neun Jahren hat sie das erste Mal Kontakt mit der digitalen Bildbearbeitung gehabt und seit dem hat sie sich noch nicht geschlagen gegeben. Heute wird sie uns einen kleinen Exkurs geben, der uns sozusagen ein Bild hinter das Geschehen von Blogs wirft, denn sie schreibt über Bloggen von mobilen Endgeräten.


erstmal einen ganz lieben Dank an die Jungs von Lichtathlethen.com, die mir vor einer Weile einen Artikeltausch angeboten haben.

Benni hatte damals auf meinem Blog einen klasse Artikel zu einer Bildbearbeitung bei mir geschrieben gehabt, der sehr gut angekommen ist.
Jetzt ist es für mich an der Zeit dafür meinen Artikel einzureichen und ich freue mich, euch heute ein bisschen was über mobiles Blogging zu erzählen.

Erstmal kurz vorab, ich beziehe mich in diesem Artikel in erster Linie auf WordPress, weil es für mich einfach das beste Blogsystem ist und ich es liebe, und auf iPhone und iPad, weil ich selbst damit arbeite.

Ich hatte seit dem 09.11. keinen Rechner mit Internetzugang mehr vor mir und weiß deswegen sehr gut, wie es ist “mobil” zu bloggen. Mehrere Wochen laufen nun alle meine Mails, Blogbeiträge, Tweets,… übers iPad bzw. iPhone. Da bekommt man recht schnell ein Gefühl von den Grenzen des mobilen Surfens.

Auf der Photokina diesen Jahres habe ich mehrere Blogbeiträge nur vom iPhone aus geschrieben, weshalb ich einfach mal mit dem Thema “Bloggen vom Handy” anfangen möchte.

Was braucht man dafür?

Bloggen mit dem Handy erfordert zunächst, dass man kein gewöhnliches Handy im klassischen Sinne hat, sondern zumindest ein email-fähiges Gerät, besser natürlich ein Smartphone.
Und natürlich: Zugang zum Internet…

Was für Möglichkeiten gibt es?

Man kann sich zumindest bei WordPress (und meines Wissens auch bei Blogger) eine Mailadresse anlegen und alles, was an diese Mailadresse gesendet wird, wird auf dem Blog veröffentlicht.
Diese Möglichtkeit ist mit Sicherheit für Leute sehr gut, die auf dem Handy keinen ordentlichen Browser haben oder viel vorschreiben, bevor sie es online stellen (also einen Emailentwurf schreiben, den speichern, wannanders weiterschreiben usw.).
Man schreibt einfach eine Mail an die Adresse, der Betreff wird der Titel und Bilder werden eingefügt. Funktioniert ganz gut, wenn auch nicht perfekt formatiert. Ich habe es aber nur einmal ausprobiert, weil ich die eigentliche Maske von WordPress bevorzuge.
Nur leider ist diese zu groß um ordentlich auf iPhone und Co dargestellt zu werden. Deswegen habe ich mich sehr bald nach Alternativen umgesehen und die WordPress App gefunden.
Diese macht es möglich in einer angepassten Ansicht Kommentare zu moderieren, Artikel zu schreiben und sogar Bilder vom iPhone einzufügen.

Inwiefern schränkt das iPhone einen ein?

Natürlich hat man auch Nachteile. Wenn man von der App aus schreibt, dann kann man nur im HTML-Modus schreiben, also muss Zeilenumbrüche und horizontale Linien selbst einfügen.
Außerdem ist es eigentlich nur möglich Bilder am Ende des geschriebenen einzufügen und auch hierbei kommt es öfter zu Fehlern (bei mir hat er z.B. regelmäßig den gesamten geschriebenen Text verdoppelt).
Außerdem kommt die App mit Artikelbildern, Schlagwörtern und Kategorien nur sehr eingeschränkt zurecht. Geschweige denn Custom Fields ;)

Andere Möglichkeiten?

Es gibt diverse kostenpflichtige Apps zum mobilen Bloggen, ich weigere mich aber diese zu nutzen, weil ich eigentlich der Meinung bin, dass WordPress es schaffen sollte eine geeignete eigene App zu schreiben. Wer ein so geniales und umfangreiches ContentManagementSystem schreiben kann, der kann auch ne ordentliche App machen ;)

Bloggen mit dem iPad

Seit meinem Aufenthalt in Köln bin ich durch eine nette Gutschein-Aktion von Elektrofachmarkt und Internetanbieter im Besitz eines iPads. Deshalb möchte ich meinem bisher geschriebenen den Teil “Bloggen vom iPad” hinzufügen.

Was wird benötigt?

Nunja, zum Bloggen vom iPad braucht man… hehe, ein iPad :D
Ansonsten empfehle ich eine Internetflatrate, weil es einfach günstiger ist, aber wirklich braucht man es nicht.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Prinzipiell hat man erstmal die Möglichkeiten, die man vom iPhone auch schon hatte, aber zusätzlich kann man auch mit der normalen Browseransicht, die man mehr oder weniger auch vom Rechner gewohnt ist, arbeiten.

Man kann am iPad also wie gewohnt im Textfeld schreiben, Custom Fields nutzen, Kategorieren und Schlagwörter vergeben.
Man kann allerdings nicht wie gewohnt in der visuellen Ansicht schreiben, sondern muss horizontale Linien oder ähnliches in HTML einfügen. Immerhin werden aber Absätze eingefügt und man kann mehr oder weniger einfach runterschreiben ;)
Für Bilder gibt es zwar keine Möglichkeit Bilder direkt hochzuladen, aber wenn man diese mit einem FTP-Programm (gibts ja fürs iPad) hochlädt, dann kann man sie theoretisch verlinken und bekommt dabei auch Hilfestellung (genau genommen ein PopUp, dass nach der Bildadresse fragt und den HTML-Code selbstständig einfügt).

Inwiefern schränkt es einen ein?

Nunja, hochladen ist eben nur über andere FTP-Programme möglich, was sicher nicht für jeden etwas ist.
Ansonsten geht es eigentlich sehr gut und solange die Artikel ohne Bilder sind, schafft es auch jeder.

Fazit:

Für unterwegs und um mal ein paar Tage zu überbrücken ist das mobile Bloggen – zumindest vom iPad – eine sehr gute Lösung.
Für mich ist das Einfügen von Bildern ein großes Manko, dass mir das Bloggen sehr erschwert und letzten Endes unmöglich gemacht hat.

Alles in allem ist das Bloggen von mobilen Geräten für mich zwar zu einer nervenaufreibenden Sache geworden, aber dennoch kann ich sagen, dass ich sehr froh bin, dass das mobile Bloggen eigentlich so erträglich ist und für den normalen Gebrauch wirklich sehr gut funktioniert.

  1. Akira Schüttler Antworten

    Hallo Katja,
    Danke für deinen aufschlussreichen Beitrag. Wahrscheinlich werde ich das Thema mobiles Bloggen auch in nächster Zeit mal ausprobieren. Dein Beitrag hat mir einen Überblick über die Möglichkeiten gegeben.

    Viele Grüße Akira

  2. Marius Hepp Antworten

    Auch mir gefällt der Artikel hervorragend. Es würde mich interessieren, wie unsere Leserschaft zu solch nicht 100%-ig fotografierelevanten Themengebieten steht… können wir davon in Zukunft mehr davon bringen? Thumbs up von meiner Seite! :)

    Liebe Grüße,

    Marius

  3. Jan Strohdiek Antworten

    Hi Kate, Hi Lichtathleten,

    ein toller Gastbeitrag ist euch hier gelungen. – Großes Lob an Kate,
    die alles wichtige prägnant zusammengefasst hat.

    Zu der Frage, ob auch weiterhin solche Artikel gewünscht sind, kann ich nur ein klares “Ja” geben. Ich finde es immer wieder interessant auch einmal andere Sachen als nur über Fotografie auf einem Fotografieblog zu lesen. Das lockert das Ganze ein wenig auf.

    Gruß Jan

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