Get inspired! (Teil 1) – Warum Inspiration für Fotografen lebensnotwendig ist.




Kreativität ist der Grundstein jeglichen fotografischen Erfolgs. Wo keine Idee ist, ist auch kein Bild. Gerade wer wirklich mitreißende Fotografien erstellen will, der ist zu einem großen Teil auf die Ressource Einfallsreichtum angewiesen. Der Fehler, den nun aber viele Menschen machen ist, dass sie glauben, Kreativität sei angeboren. Oft hört man den Satz: „Ich bin halt unkreativ“. Falsch! Kein Mensch ist unkreativ, höchstens uninspiriert. Denn Inspiration ist die Quelle der Kreativität. All die kleinen Dinge, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens wahrnimmt, beeinflussen sein Unterbewusstsein – sie inspirieren ihn. Der wichtige Punkt dabei ist, dass ihr zumindest mitentscheiden könnt, welchen Einflüssen ihr eure Sinne aussetzt. Diese Einflüsse möchte ich nun Inspirationsquellen nennen. Das sind diejenigen Faktoren, die ihr bewusst dazu einsetzt um eurem Unterbewusstsein auf die Sprünge zu helfen. Allerdings liegt es in der Natur der Menschen, sich über sein Unterbewusstsein in der Regel kaum Gedanken zu machen. Das ist auch der Grund dafür, weshalb viele Fotografen es nicht schaffen ein wahres Kreativitätsfeuer zu entfachen und damit Bilder zu schaffen deren Funken auch auf den Betrachter überspringt.

Ziel dieser Serie

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, hier auf Lichtathleten.com eine Serie zum Thema Inspirationsquellen zu publizieren. Dabei möchte ich nicht nur die reine Vielfalt an Möglichkeiten aufzeigen, um die eigene fotografische Arbeit durch Einflüsse von außen voranzutreiben, sondern stattdessen versuchen, euch konkrete Praxistipps mit an die Hand zu geben. Dabei möchte ich hauptsächlich darauf eingehen, wie ihr, die für euch passenden Ressourcen ausfindig macht und sie anschließend produktiv erschließt. Allerdings möchte ich auch die beachtenswerten Nachteile der Methode nicht außer Acht lassen.

Nachdem wir nun alle erkannt haben, warum Inspiration für uns Fotografen so wichtig ist und, dass sie nicht aus den Genen, sondern effektivem Training resultiert, müssen wir uns klar darüber werden, dass Inspiration nur aus Interaktion mit unserer Umgebung erwachsen kann, sie kommt nie von innen heraus. Der Mensch ist lediglich ein Produkt seines Umfelds. Grundsätzlich werde ich die Serie mich in verbale, skriptive (geschriebene) und visuelle Kommunikationsformen aufteilen, die ich im Folgenden kurz erläutern möchte. Entsprechende Beispiele findet ihr dann in den nächsten Artikeln. Dabei handelt es sich übrigens nicht um das typische Lehrmodell der Kommunikationswissenschaft, sonder einen Ansatz, von dem ich glaube, dass er am Besten dazu in der Lage ist, die verschiedenen Einflüsse auf Kreativschaffende zu untergliedern.

Verbale Kommunikation

Verbale Kommunikationsformen treten im Leben eines Menschen ständig auf. Damit meine ich die direkte Kommunikation zwischen zwei Menschen. Person A sagt zu Person B „was ein schöner Sonnenuntergang“ und inspiriert Person B damit, die Kamera herauszukramen und ein Foto zu schießen. Unterschiedlichen Definitionen zu folge, beschränkt sich die verbale Kommunikation, wohl ausschließlich auf das gesprochene Wort, wenn ich hier aber von „verbal“ REDE meine ich das geschriebene Wort in Brief, E-Mail oder Chat genauso wie die auditive Übermittlung von Botschaften in einem Gespräch.

skriptive Kommunikation

Im Gegensatz dazu hat die skriptive Kommunikation keinen einzelnen Empfänger der Botschaft, sondern konzentriert seine Nachricht bestenfalls auf eine Zielgruppe. Als Beispiele möchte ich hier Zeitungen, Magazine und Bücher genauso anführen wie ich auch Blogs, Newsletter oder jede andere Art schriftlicher Nachrichtenübermittlung zur skriptiven Kommunikation zähle. In dieser Gruppe befinden sich wohl besonders viele Medien, die jeder Mensch auch bewusst zur Inspiration nutzt.

Visuelle Kommunikation

Visuelle Kommunikation ist vielleicht die wichtigste Art der Inspiration für uns Fotobegeisterte. Beispiele hierfür kommen aus Werbung (Plakate, Spots, …) Film und jeder anderen Kleinigkeit unserer Welt, die unser Empfinden für Ästhetik mitprägt, ohne das wir es merken. Das kann das hübsche Logo des Bäckers um die Ecke sein oder aber der farbenprächtige Sonnenuntergang, dessen Inspirationskraft uns in unseren folgenden Werken beeinflusst.

Weiterhin lassen sich alle jene Kommunikationsformen noch in direkt und indirekt unterteilen. Letztgenannten fehlt die Möglichkeit einer sofortigen Rückkopplung vom Empfänger zum Sender der Nachricht. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie deshalb weniger wichtig wären als die Gruppe direkter Kommunikation. Sie sind lediglich langfristiger angelegt.

Wie es weiter gehen wird

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Artikel einen kleinen Überblick über die komplexen aber sehr wirkungsvollen Formen der Inspiration geben. In den nächsten Teilen werde ich dann auf die einzelnen Bestandteile näher eingehen und euch an konkreten Beispielen zeigen, wie ich ihr selbst aktiv dazu beitragen könnt, dass in eurem Gehirn die richtigen „Schalter umgelegt“ werden. Bis dahin würde ich mich freuen, wenn ihr eure Meinung zum Konzept dieser Serie hier in den Kommentaren niederschreibt. Für wie wichtig erachtet ihr Inspiration für euren fotografischen Erfolg? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

  1. Andy Bee Antworten

    Bin gespannt was dazu noch alles kommen wird! :-)
    Besonders freu ich mich auf den Teil wie man seine Inspirationsquellen richtig verwertet.

    Viele Grüße
    Andy

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