Calvinize – unser Rückblick




Vor einigen Tagen besuchte ich gemeinsam mit Sinan, einem unserer „Lichtathleten-Hintermänner“, ein zwei Tage Event von Calvin Hollywood.
In dem heutigen Artikel soll es also einen Bericht dieser zwei Tage geben, aber es geht auch um Workshops generell mit all ihren Vor- und Nachteilen.

Freitag Abend 20 Uhr – beste Zeit um sich auf den Weg nach Saarbrücken zu machen.
Mit einem Wohnmobil machten wir langsam aber sicher die Autobahnen des Landes unsicher und manövrierten gegen 23 Uhr unser bewohnbares Schlachtschiff auf den Parkplatz der Luminanz.
Calvin schrieb in einem seiner Beiträge, dass das Hotel nur 30 Meter entfernt war, doch zwei Workshopteilnehmer hausten noch näher am Veranstaltungsort, nämlich direkt vor der Türe.




Am nächsten Morgen, also dem ersten Tag des Events, zogen wir die Rollos hoch und beobachteten während dem Waschgang die ersten Teilnehmer die sich schon vor den Türen scharten.

Kurze Zeit später öffnete das aus einem alten Busbahnhof in ein modernes Studio umgebaute Gebäude seine Pforten und wurde genau inspiziert. Man muss schon sagen, dass man sich keine idealere Location hätte vorstellen können, denn es gab genug Platz für alle der rund 50 Teilnehmer und die technische Ausstattung war üppig.

Der erste Tag beschäftigte sich mit den „typischen“ Vortragsthemen eines Calvin Hollywoods, also der Entstehung seiner charakteristischen Bilder und vor allem deren Retusche. Es gab auf der Bühne ein Liveshooting, wo mit einem Model beispielsweise das Bild mit der schreienden Frau im Brautkleid, also eines der berühmtesten Bilder von Calvin, nachgestellt wurde.
Es wurde aber nicht nur gesagt: „Schaut mal so geht das“, sondern jedes Lichtsetup und jeder Lichtformer wurde bis ins Detail von Matthias, dem „Lightguide“, anfängerfreundlich erklärt.





Nach einer Mittagspause, in der man mit geringem finanziellen Aufwand direkt vor Ort satt werden konnte, startete der thematisch nächste Teil des Events. Es wurden die Bilder die zuvor geschossen wurden bearbeitet.
Hier wurde meiner Meinung nach jedem schnell klar, dass dies das Spezialgebiet von Calvin ist.
In kürzester Zeit hatte er den Schachbrettboden für sein Bild mit dem Brautkleid gezaubert und auch der Hintergrund eines Bildes wie bei seinem Projekt „Photographer“ war fix montiert.
Nach weiteren Tipps und Tricks rund ums Thema Model, Modelrelease und Ablauf eines Shootings war der erste Tag dann offiziell zu Ende. Wer sich an dieser Stelle bis zum nächsten Tag verabschiedet hat beging meiner Meinung nach einen großen Fehler, denn man traf sich zu einem entspannten Treffen in einer nahe gelegenen Lokalität und während man sich mit anderen Teilnehmern unterhalten konnte und neue Bekanntschaften schloss wurde das ein oder andere Glas geleert.





So unterhielt ich mich auch mit Manni, dem südafrikanischen Assistenten von Calvin, der nicht nur einige sehr interessante Geschichten erzählen konnte, sondern auch die abartigsten Klick-Buschsprache-Geräusche mit seinem Mund fabrizieren konnte.
Wer zu diesem Event ein kleines Portfolio mitgenommen hatte, war meiner Meinung nach klar im Vorteil, denn man konnte sich an etlichen Stellen konstruktive Meinungen und Verbesserungsvörschläge zu seinen Bildern einfangen.





Es wurde immer später am Abend, die Stimmung stieg und die Witze wurden schlechter, bis sich die lustige Gesellschaft dann langsam auflöste und jeder in sein Hotel – oder Wohnmobil – ging.

Der zweite Tag widmete sich nicht den üblichen Themen, sondern es ging um Marketing, Publicity, Image und Zeitmanagement. All dies interessierte mich brennend und ich hing Calvin förmlich an den Lippen. Nach etlichen Stunden Vortrag die einem wie Minuten vorkamen war dann auch der Zweite Tag Geschichte.
Für mich war es ein wahnsinnig informatives und interessantes Wochenende, aus welchem ich nicht nur mit circa 15 Seiten Notizen und eine Menge Wissen, sondern auch mit etlichen Visitenkarten und Kontaktadressen mitgenommen hatte.

Dieses Event (Video) war sicherlich eines welches nicht so schnell getoppt werden kann, doch selbst wenn die Qualität nur halb so hoch wäre ist es einen Besuch wert. Was ich damit sagen möchte ist, dass man jede Möglichkeit eines Events oder Vortrags wahrnehmen soll auch wenn man Geld investieren muss.
Der große Vorteil ist, dass alle Besucher dort auf der Suche nach Kontakten sind und man so um einiges einfacher an Leute heran kommt, die sich sonst nur in einem Forum unter einem abstrakten Pseudonym tummeln.
Für mich war dies also ein sehr erfolgreiches Wochenende und ich kann euch nur empfehlen auch an etwas in der Art teilzunehmen.

  1. Raphael Antworten

    Schönes Event, schöner Bericht,
    ich stimme dir echt zu bei dem was du schreibst.
    Es waren wirklich interessante Themen über die gesprochen wurde, obwohl ich Tag 2 sogar noch interessanter fand. Calvin hat das echt gut gemacht, obwohl er soweit ich weiß noch nie einen Vortrag in der Größe darüber gehalten hat.
    Der Abend war auch lustig und ich habe auch viele neue Leute – unter anderem euch – kennen gelernt.

    Immer wieder gerne!
    LG Raphael

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