Making Of “Sommer” (Teil 1)

Zur Feier des gestrigen, vielleicht letzten warmen Herbsttags, möchte ich euch in der kommenden Zeit das eine oder andere Sommerfoto präsentieren. Die beste Medizin gegen kaltes Wetter. Mit dabei ist immer ein kleiner Screencast, in dem ich durch die anschließende Bildbearbeitung führe. Den Anfang macht heute dieses Grasfoto:

Es ist während einer Shootingpause im August entstanden. Die Sonne stand schon sehr tief, war aber noch nicht untergegangen. Dadurch ergab sich eine krasse Gegenlichtsituation, die logischerweise Fluch und Segen zugleich war. Einerseits hat das Foto dadurch ein wunderschönen, überstrahlten Sommertouch erhalten, auf der anderen Seite war es aber natürlich umso schwerer, eine angemessene Belichtung zu messen. Viel Probieren im manuellen Modus und der Spotmessung konnten hier aber Abhilfe schaffen. Auch galt es bereits bei der Aufnahme auf altbekannte Probleme, wie die Entstehung von Lensflares oder chromatischer Aberrationen, zu achten.

Bei der Bildbearbeitung habe ich mich größtenteils darauf konzentriert, die frische, sommerliche Stimmung weiter zu verstärken. Bezüglich des Farblooks standen mir insbesondere die Bilder des niederländischen Fotografen Siebe Warmoeskerken Pate. Angewendete Techniken waren dabei unter anderem die Kontrastanhebung per Gradationskurven und die Verschiebung der Farbwerte über die Fabbalance. Als letzten Schritt habe ich eine neue, blau-türkise Ebene über den Modus “Farbe” eingeblendet und damit einen leicht soften Schleier über das Foto gelegt. Alle weiteren Bearbeitungsschritte möchte ich euch selbstverständlich auch nicht vorenthalten. Schaut euch doch meinen ersten Videoscreencast an und begleitet mich auf dieser kleinen Reise durch Photoshop. Viel Spaß!

Ich hoffe euch hat dieser Einblick gefallen und ihr könnt den einen oder anderen Arbeitsschritt in euren eigenen Workflow integrieren. Obwohl ich erst seit wenigen Wochen intensiver mit Photoshop beschäftige, bin ich bereits jetzt schon vom Funktionsumfang des Originals begeistert. Klar kann man mit Lightroom auch ein ähnliches Ergebnis erzielen, doch ist man dort in der Genauigkeit der Einstellungen deutlich stärker eingeschränkt. Wenn ihr Anregungen oder Kritik zum Foto an sich oder dem Screencast habt, würde es mich freuen, wenn ihr sie in den Kommentaren zur Sprache bringt. Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

  1. Silke Antworten

    Super Tutorial!
    Ich liebe diesen Look ja auch über alles! Ich versuche ihn über Lightroom hinzukriegen, das funktioniert allerdings nicht immer so wie ich das möchte!

    Vielen Dank, dass ihr das hier so ausführlich beschrieben habt!

  2. Marius Hepp Antworten

    Danke für das Lob, Silke! Wie schon angedeutet kommt wohl in der nächsten Zeit auch mal ein Lightroom Tutorial zu dem Thema. Habe selber lange gerätselt wie man das da anstellt…
    Marius

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