Dodge & Burn – Grundlagen

Nahezu kein Photoshopnutzer ist noch nie über die Begriffe „Dodge & Burn“ in irgend einem Tutorial oder Forum gestolpert. Doch was ist das eigentlich?
Die Lichtathleten haben sich in diesem Tutorial damit befasst und auf für Anfänger dargestellt was man mit dieser Technik alles vollbringen kann.

In diesem Video habe ich also zuerst exemplarisch an einer grauen Scheibe gezeigt wie man sie dreidimensional wirken lässt. Da man aber selten einen grauen Kreis bearbeiten muss wurde diese Technik auch gleich auf ein „echtes“ Bild angewandt und wir haben Muskeln und Falten betont.
Schaut euch dieses Tutorial doch einfach einmal an.

Lichtathleten.com | Dodge & Burn – Einstieg from Lichtathleten on Vimeo.

Die Werkzeuge Abwedler und Nachbelichter lassen sich also in der linken Werkzeugleiste finden. So grundlegend ihr Funktion des Aufhellens und Abdunkelns auch klingt, so ausgefallener sind die Resultate die man damit erzielen kann.
Ein völlig umformiertes Gesicht, oder die gezielte Blicklenkung im Bild sind unter anderem möglich.

In dem Video habe ich euch zusätzlich verschiedene Alternativen zu der herkömmlichen, destruktiven Methode gezeigt, welche ich hier auch noch einmal schriftlich festhalten möchte.

Ebenenkopie:
Auf der Ebenenkopie kann man die Werkzeuge völlig „normal“ auch in den Bereichen Wie Tiefen oder Lichtern nutzen. Dies ist der große Vorteil dieser Technik, da es bei all den anderen hier aufgeführt werden nicht der Fall. Das K.O. Argument bei dieser Technik ist für mich jedoch, dass sie destruktiv ist, also der Effekt direkt auf die Pixel angewandt wird. Nur über Umwege ist es möglich die Schritte wieder zurück zu nehmen.

Zwei Einstellungsebenen:
Eine weiter Möglichkeit ist es, zwei Einstellungsebenen mit schwarzen Masken anzulegen und dann mittels der einen Einstellungsebene eine Abdunklung und mit der anderen eine Aufhellung erstellen. Durch die schwarzen Masken sind diese dann nicht sichtbar.
Wenn man nun mit einem weißen Pinsel und geringer Deckkraft in der jeweiligen Maske malt erhält man die Aufhellung beziehungsweise die Abdunklung. Ein großer Vorteil dieser Technik ist, dass man im Nachhinein kinderleicht die Intensität der Helligkeitsveränderung verschieben kann. Zudem ist es komplett nondestruktiv.

Graue Ebene auf Ineinanderkopieren:
Wenn man eine Ebene anlegt, diese mit 50% Grau füllt und auf den Modus Ineinanderkopieren (alternativ geht auch Weiches Licht für ein schwächeres Ergebnis) setzt sollte man keine Änderung im Bild sehen. Wenn man aber dieses (unsichtbare) Grau mit dem Abwedler oder Nachbelichter in der Helligkeit ändert wird diese Änderung auch im Bild sichtbar. Auch diese Technik ist komplett nondestruktiv.

Zwei Ebenen auf Linear abwedeln / nachbelichten:
Man legt zwei leere Ebenen an und setzt die eine auf Linear abwedeln und die andere auf Linear nachbelichten. Wenn man nun auf der Abwedeln Ebene mit einem weißen Pinsel und auf der nachbelichten mit einem schwarzen Pinsel malt wir auch hier die Änderung sichtbar.

Wie ihr seht gibt es eine sehr breite Auswahl an Techniken. Welche ihr letztendlich nutzt ist eure Entscheidung. Jedoch kann ich euch die Variante mit der grauen Ebene auf Ineinanderkopieren sehr empfehlen. Es ist einfach, man muss nicht das Werkzeug wechseln und es ist nondestruktiv.

Somit wollen wir diesen ersten Teil der neuen Photoshopserie beenden und hoffen, dass er euch gefallen hat. Hinterlasst doch einfach ein Feedback in Form eines Kommentars.

Dies war übrigens schon der 100. Artikel auf Lichtathleten.com! Somit sind wir mit unseren Artikelzahlen nun dreistellig und können schon fast behaupten, dass wir die schwierige Anfangsphase überwunden haben, in der (zu) viele Blogs aufgeben. Unsere Besucherzahlen sind jedoch auf jeden Fall noch nach oben verbesserungswürdig, weshalb wir uns weiterhin größte Mühe für euch geben werden.

Auf die nächsten 100!

  1. Peter Antworten

    Hallo Ihr Lichtathleten,

    herzlichen Dank für das Tutorial und die gelungene Erläuterungen.

    Gibt es eigentlich einen Grund dafür, dass die Variante mit Einstellungsmodus Ineinanderkopieren zunächst mit neutralgrau gefüllt wird? Eigentlich klappt das genauso gut mit leerer Ebene, auf die dann weiss/schwarz gemalt wird, oder?

    Cheers, Peter

  2. Benjamin Harr Antworten

    Hallo Peter! Das hat den simpen Grund, dass man dann mit dem Abwedler und dem Nachbelichter arbeiten kann.
    Denn wenn keine Pixel vorhanden sind (=leere Ebene) kann man ja nichts abdunkeln/aufhellen. Deswegen fülle ich das mit Grau, was dadurch ausgeblendet wird.

    Natürlich kann man auch mit dem Pinsel auf einer leeren Ebenen im Modus Ineinanderkopieren arbeiten. Es ist Geschmackssache ;-)

    Gruß Benni

  3. Peter Antworten

    Hi Benni, Danke fürdie rasche Antwort. Stimmt, ich arbeite immer mit dem Pinsel in schwarz/weiss und niedriger Deckkraft.
    Von den BEarbeitungsmöglichkeiten dürfte sich das aber nichts nehmen, oder? Auf der neutralgrauen Ebene lassen sich die gezielten Bearbeitungseinstellungn Höhen/Mitteltöne/Tiefen des Nachbelichters/Abwedlers doch nicht nutzen.

    Cheers, Peter

Posten Sie Ihre Meinung