Bildvorstellung Ulmer Münster (Teil2: Marius)

Nachdem Benni vorgestern bereits seine Bildergebnisse aus dem Ulmer Münster vorgestellt hat, möchte ich euch heute meine Fotos zeigen.
Im Bezug auf die Kirchenfotografie habe ich ja bereits ein bisschen Erfahrung sammeln können und euch hier auch darüber berichtet (Teil1, Teil2). Diese ersten Erkenntnisse habe ich nun versucht auf die neue Umgebung zu übertragen. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass sich meine bisherige Vorgehensweise, vor allem die detailliert ausgearbeiteten Skulpturen zu inszenieren, in Ulm nicht umsetzen ließ. Das Licht war dafür nicht geeignet, drang einfach nicht weit genug bis in die Mitte der Kirche hinein, wo der Großteil der Statuen platziert war. Dafür hatten die großen, bogenförmigen Fenster einen anderen Vorteil: Durch die verschiedenartige Tönung entstanden herrliche gelb-blau Kontraste. Diese wollte ich in meinen Bildern so gut als möglich einfangen. Ansonsten habe ich versucht meiner Linie treu zu bleiben und euren Blick auf Details zu lenken, die euch in dieser Form nicht sofort in die Augen gefallen wären.

Aufgrund des momentan (in letzter Zeit: immer) vorherrschenden Zeitdruck, haben die ganzen Bilder gerade nur eine jeweils dreiminütige Lightroomsession hinter sich gebracht. Wie immer bei der reinen Raw-Konvertierung, sind selektive Korrekturen kaum möglich (und schon gar nicht in dieser Zeit). Daher habe ich mich vor allem auf Farbgebung und Kontraste konzentriert und den Einzelheiten weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind doch etwas andere Bilder als bei Benni herausgekommen. Während mein Blokollege den Stil seiner Serie hauptsächlich über einen bewusst unkonventionellen Weißabgleich und den weiten aber dennoch wohl strukturierten Bildausschnitt definiert hat, habe ich mich vor allem auf die Suche nach Farbkontrasten und unscheinbaren Details gemacht. Sicherlich sind beide Bildserien bei weitem nicht perfekt, für die kurze Entstehungszeit, Aufnahme und Bearbeitung dauerten zusammen weniger als eine Stunde, sind sie aber sicherlich ganz ansehnlich. Sie demonstrieren damit vor allem eins: Die unterschiedlichen Bildergebnisse, die durch unterschiedliche Sichtweisen, von ein und demselben Fotomotiv entstehen können. Diese Vielfalt, die nicht nur unseren Blog, sondern auch die Fotografie im Allgemeinen ausmacht, wollen wir hier auf Lichtathleten.com in Zukunft noch weiter fokussieren. Hoffentlich seid ihr mit dabei.

Jetzt aber erstmal ab zu den Bildern, konstruktive Kommentare sind wie immer gern gesehen. Es würde mich  freuen, auch mal ein paar kritische Stimmen zu hören. Denn nur so ist Verbesserung möglich.

Hier geht es weiter mit noch mehr Bildern.


  1. Sabi Antworten

    Das is doch immerwieder der wahnsinn wie unterschiedlich die Blicke sind!

    Absolut spannend, wär cool wenn Ihr sowas öfter machen würdet

  2. Akira Schüttler Antworten

    Sehr coole Aufnahmen, klasse Tonung und Kontrastarbeit.
    Ihr habt echt beide sehr unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen vermittelt, tolle Sache!

    Weiter so, viele Grüße Akira

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