Lichtathleten Reise Tag 5: Heidelberg

[Solltet ihr von uns in Heidelberg (oder einer anderen Stadt) fotografiert worden sein, bitten wir euch um etwas Geduld. Wir befinden uns momentan noch auf unserer Fotoreise, werden anschließend noch finale Korrekturen an den Fotos vornehmen und sie dann für euch hochladen. In etwa einer guten Woche sollten sie hier verfügbar sein. Wenn ihr noch weitergehende Fragen habt, scheut euch nicht, uns einfach eine Nachricht über das Kontaktformular zukommen zu lassen. Vergesst dabei aber bitte nicht, eure Mailadresse in das dafür vorgesehene Feld einzutragen, damit wir euch auch antworten können.]

Nach Stationen in Stuttgart, Konstanz, Ulm und Karlsruhe, hat uns unsere Fotoreise heute nach Heidelberg geführt. Dort haben wir zwar perfekte Bedingungen für unser Stundenprojekt, den Zeitraffer und das Making of vorgefunden, allerdings hat Benni nach 40 Minuten seine Kamera samt Sigma 70-200 fallen lassen, wodurch letzteres zerbrochen und damit unbenutzbar geworden ist. Die ganze Geschichte findet ihr weiter unten im Text und unserem Videotagesrückblick: 

Die Heidelberger Innenstadt war uns bisher nur aus stereotypen Touristenbildern bekannt. Glücklicherweise fanden wir dennoch kaum Besucher der Marke „Europa in 24 Stunden“ vor und konnten so unser Projekt „Baden Württemberg in 7 Tagen“ weiterverfolgen. Die Heidelberger Einkaufspassage zieht sich quer durch die ganze Stadt, konzentriert alle interessanten Menschen und bietet somit ein optimales Pflaster für unsere spontanen Peopleshootings. Dass sich dabei Licht- und Schattenanteile in passenden Abständen abwechselten und für eine Beleuchtung sorgten, die vielfältige Beleuchtungssituationen ermöglichte, verstärkte diesen Umstand nochmals. Wieder haben wir versucht unsere Bildideen in einem hohen Maße unterschiedlich zu gestalten. Benni war mit seinem Sigma 70-200mm 2.8 Telezoom von Sigma unterwegs und hat Kopfportraits geschossen, während ich (Marius) mit meinem Sigma 30 1.4 Halbkörperaufnahmen gemacht habe. Die beiden Hochformatfotos werden anschließend nebeneinander gesetzt, sodass sich eine Querformatcollage mit beiden Blickwinkeln ergibt. Nach etwa 40 Minuten konnten wir bereits auf eine Erfolgsbilanz von über 80 Prozent zurückblicken. Von 26 Personen, die wir angesprochen haben, ließen sich 21 von einem Kurzshooting überzeugen. Diesen Menschen gilt auch heute wieder unser ausdrückliches Dankeschön. Ohne euch gäbe es dieses Projekt nicht – ihr seid das Projekt! Nach diesem vielversprechenden Beginn, wurde unsere „fotografische Stunde“ allerdings jäh unterbrochen. Benni hatte den Karabiner seines R-Straps (Erfahrungsbericht) nicht ganz geschlossen, sodass sich die Kamera in Folge einer ungeschickten Bewegung herauslösen konnte und aus etwa einem Meter Höhe auf den Asphalt fiel. Das aufgeschraubte Teleobjektiv zerbrach zwischen Stativschelle und Kamerabajonett. Die minderwertig verbauten Plastikverbindungen, die das, ansonsten aus einer Magnesiumlegierung bestehende, Objektiv stabil verbinden sollten, verkrafteten den Aufprall nicht. In Heidelberg weiter zu fotografieren kam für uns nicht infrage. Die letzten 20 Minuten werden wir morgen nachholen.

Auf der Heimreise haben Sebi und Benni wieder einen kleinen Zeitrafferfilm gedreht. Durch den Unfall und ein paar notwendige Vorbereitungen auf unser Interview mit Calvin Hollywood, ist es wieder im Stil der Tage zuvor gehalten. Die Musik stammt diesmal von Orb Gettarr, der seine Lieder dankenswerterweise unter der Creative Commons Lizenz bereitstellt. Viel Spaß damit:

Das heutige Making of zum Thema „Aviable Light Portraitfotografie mit Straßenlaternen“ ist etwas spontan entstanden, bietet euch aber dennoch schönen Einblick in Technik. Mit dem Sigma 30mm bei Offenblende 1.4 ließ sich nicht nur das vorhandene Licht voll ausnutzen, sondern gleichzeitig wunderschöne Bokehlandschaften in den Hintergrund zaubern. Dazu hat Sebi seine Dienste als Model zu Verfügung gestellt und gleichzeitig die Kamera immer wieder neu positioniert. Das Ergebnis ist wirklich sehenswert:

Heute Nacht werden wir nochmals in Heidelberg übernachten und dann ins 20 S-Bahn-Minuten entfernte Mannheim weiterfahren. Auf dem Weg werden wir auf einen der bekanntesten Foto- und Photoshopkünstler Deutschlands, Calvin Hollywood, in seinem Artelier treffen. Da haben wir eine dreiviertel Stunde Zeit ihn über Bildaufnahme und -verarbeitung auszuquetschen aber auch andere Themengebiete wie sein Selbstmanagement, den Mythos Calvin Hollywood oder seine Zeit als Ausbilder bei der Bundeswehr anzuschneiden. Das Videointerview wird voraussichtlich in einer Woche hier auf Lichtathleten.com publiziert. Es lohnt sich also über Twitter stets auf dem Laufenden zu bleiben. Viele Grüße aus Heidelberg von den Lichtathleten!

  1. Calvin Antworten

    Beileid zum Objektiv.
    Beim Zeitraffer verschwendet ihr denke ich evtl zu viel Zeit.
    Denke nicht daß euch jemand länger beim essen zu schauen will:-)
    Bin gespannt auf den Mythos

    lg Calvin

    • Benjamin Harr Antworten

      Hi Calvin
      Ja, da hast du bestimmt Recht, der Nutzfaktor war nicht besonders hoch, der Spaßfaktor für uns dafür umso höher ;-)
      In der “Nach-Calvin-Zeit” lassen wir solche Späße weg. Bisher ging es uns vor allem darum, neue Erfahrungen zu sammeln. Daher vielen Dank für deine Kritik :)

      Gruß Benni

      P.S. Du hast eine neue Email :]

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