Meine erste digitale Spiegelreflexkamera – was soll ich kaufen?

In der vergangenen Woche habe ich in drei Teilen das Rundumsorglos Ausrüstungspaket für Einsteiger in die Fotografie vorgestellt. Hier möchte ich euch nun eine kurze Zusammenfassung, eine Preisanalyse sowie einige generelle Erklärungen mit auf den Weg geben.

Was soll ich kaufen?

Generell besteht eine Fotoausrüstung aus drei Teilen, die ich in den jeweiligen Artikeln genauer beschrieben habe:

Die Kamera | Als Kamera habe ich die preisgünstige Canon EOS 1000D vorgeschlagen, allerdings erfüllen die Einsteigerkameras der anderen großen Hersteller ebenfalls ihren Zweck.

Die Objektive | Als Objektive habe ich euch zum einen das Canon 18-55m 3,5-5,6 IS vorgeschlagen, das vorwiegend bei Landschaftsaufnahmen oder spontanen Schnappschüssen eingesetzt werden sollte. Zum anderen empfiehlt sich hier das Canon EF 50mm 1,8 II für Portraits oder generell anspruchsvollere Fotografie.

Das Zubehör | Beim Zubehör habe ich euch insgesamt 10 verschiedene Produkte vorgeschlagen, von denen aber drei Stück essentiell sind: Speicherkarte, Akku und Tasche.

Wie viel muss ich bezahlen?

Somit ergibt sich ein wirklich “preiswerter” Paketpreis von nur 547,13 Euro.

Warum genau diese Produkte?

Auf die einzelnen Produkte bin ich bereits in den jeweiligen Artikeln eingegangen. Vielmehr möchte ich hier nochmals kurz die Vor- und Nachteile des Gesamtpakets erläutern. Der mit Sicherheit größte Vorteil besteht im überaus günstigen Preis. In den Kommentatoren zu der Kameraempfehlung wurde u.a. die Nikon D90 wegen ihres besseren Rauschverhaltens gegenüber der Nikon D5000 empfohlen. Ohne den Kostenfaktor in Betracht zu ziehen wäre das mit Sicherheit richtig. Allerdings liegt die Nikon D90 (ohne Objektiv) preislich bei 727 Euro (Amazon.de). Das sind rund 150% des gesamten Ausrüstungspakets und das doppelte der Canon 1000D ohne Objektiv. Und ohne Objektiv geschweige denn Zubehör könnt ihr keine Fotos machen! Selbst wenn ihr die 727 Euro, die der Body der D90 kostet, habt, würde ich euch lieber zu weiteren Objektiven oder einem Blitz raten. Die bessere Lichtstärke des Objektivs wiegt das schlechtere Rauschverhalten wieder auf (und Freistellen lässt es sich mit der ISO-Einstellung auch ziemlich schwer…). Ein richtiger Schritt bezüglich Bildqualität ließe sich nur mit dem Kauf einer Kleinbildkamera, wie der Canon EOS 5D für doppelt soviel Geld sowie der Canon EOS 5D Mark II, Nikon D700 oder Sony Alpha 900 für das vier- bis fünfeinhalbfache, erreichen. Doch das ist ein ganz anders Thema und für den ambitionierten Einsteiger völlig unnötig. Auch wenn ich den Satz selber nicht gerne höre, möchte ich mit diesem Zitat  meine Technik-für-Einsteiger-Woche hier auf Lichtathleten.com beenden:

Das Bild macht der Fotograf – nicht die Kamera!

Deshalb gibt’s in Zukunft auch wieder mehr Themen bezüglich den wirklich wichtigen Aspekten: Der Fotografie und der Bildbearbeitung.

  1. Wolfgang Heisel Antworten

    Richtig, die Investition in ein 50mm 1,8 lohnt in jedem Fall. Was häufig auch nicht gesehen wird ist, dass eine Festbrennweite ungemein hilft das Auge zu schulen.

  2. Marius Hepp Antworten

    Ja, das ist ein Punkt, den gerade Anfänger oftmals eher als Nachteil empfinden. Dass der bewusste Verzicht auf “Zoomkomfort” auch Vorteile für Lernerfolg und Bildergebnis haben kann, wollen viele Menschen nicht wahr haben.
    P.S.: Ich habe dir vor einige Zeit auf deine Mail geantwortet. Schau mal in deinen Posteingang :)

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