Maskierungsmodus

Heute geht es um ein kleines und meine Meinung nach viel zu selten genutztes Extra in Photoshop: Der Maskierungsmodus.
In diesem Modus kann man sich mit dem Pinsel oder dem Verlaufswerkzeug eine Auswahl  erstellen, die im Gegenteil zu eine herkömmlichen Auswahl mit Lasso oder Pfad sofort die weiche Auswahlkante wiedergibt.
Doch jetzt noch einmal ganz von Anfang an. Die Schaltfläche für den Maskierungsmodus findet ihr ganz unten in eurer Werkzeugleiste.
Durch einen Klick darauf wird der Modus aktiviert und wenn man jetzt z.B. mit dem Pinsel arbeitet und mit schwarzer Farbe malt, erscheint eine rote Farbe. Dies ist die Farbe für den Maskierten Bereich, also der Teil, der NICHT ausgewählt ist. Wie viele Techniken in Photoshop stammt auch dieser Modus aus dem Labor. Man hat zu Analogzeiten mit so einer roten Deckfarbe freigestellt und eine rötliche Maske erzeugt.
Allerdings ist diese Arbeitsweise mit dem Maskierungsmodus etwas gewöhnungsbedürftig und man möchte ja nicht immer sein komplettes Bild rot anmalen um nur eine Kleine Auswahl zu treffen. Deshalb gibt es auch die Möglichkeit die Ausgewählten Bereiche anzumalen, was natürlich eine große Zeitersparnis ist, wenn man schnell eine Auswahl von einem kleineren Objekt machen möchte. Durch einen Doppelklick auf das Symbol für den Maskierungsmodus öffnet sich ein Fenster, in welchem standardmäßig „maskierte Bereiche“  aktiviert ist. Klickt man „Ausgewählte Bereiche“ an, so bedeutet das, dass an den angemalten Stellen die Auswahl später sein wird.
Angenommen, man hat jetzt seine gewünschten Bereich eingemalt und möchte nun eine Auswahl haben, so erreicht man das durch einen erneuten Klick auf das Symbol oder durch die Taste „Q“ (Shortcut für den Maskierungsmodus). Jegliche weiche Kante ist jetzt nicht mehr eingeblendet, da die Darstellung mit der gestrichelten Auswahlkante keine weiche Kante darstellen kann, doch das bedeutet nicht, dass die Kante jetzt ganz hart ist. Die Weichheit der Auswahl ist immer noch vorhanden, wenn man sie z.B. mit einer Farbe füllt, wird das wieder sichtbar.
Das waren jetzt eigentlich die Grundlagen des Maskierungsmodus. Wären das alle Funktionen, wäre ich nicht überzeugt von ihm, doch jetzt kommen die Knaller. Man kann alle Werkzeuge nutzen, die man mit einer „normalen“ Farbe auch nutzen kann, also z.B. das Stempelwerkzeug oder den Wischfinger, oder das Verlaufswerkzeug. Diese Werkzeuge erleichtern einem das Freistellen noch mehr und sind dennoch skurril, denn wer kann schon sagen, dass er mit dem Wischfinger freistellt hat? Dabei ist das eigentlich gar nicht so absurd, denn wenn man seine Auswahl in eine Ecke ziehen möchte, in der der Pinsel zu groß ist, dann ist der Wischfinger genau das Richtige.
Man kann auch mit dem Verlaufswerkzeug einen Verlauf von weiß zu schwarz im Maskierungsmodus aufziehen um dadurch eine Auswahl mit Verlauf von „nicht ausgewählt“ zu „ausgewählt“ zu bekommen.

Wie ihr seht, sind euch im Maskierungsmodus (fast) keine Grenzen gesetzt, ihr könnt zum Beispiel auch Filter darauf anwenden.
Ich hoffe, ich konnte euch diesen selten genutzte Tool etwas näher bringen und zum ausprobieren anregen.
Falls ihr eine Meinung oder Kritik dazu habt, schreibt einfach einen Kommentar.

Bis zum nächsten Mal!

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