Warum Photoshop und nicht Gimp?

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Seit kurzem ist die neueste Version (CS5) von Photoshop auf dem Markt. Mit über 1000€ ist der Preis nichts was man mal eben aus dem Ärmel schüttelt und den Kauf überlegt man sich lieber zwei mal. 
Entgegen dem Giganten Photoshop, der nun schon seit 20 Jahren auf dem Markt ist, steht das Open Source Programm Gimp. Es ist für den Anwender völlig kostenlos.
Es wird behauptet, dass man mit Gimp die gleichen Möglichkeiten hat wie mit Photoshop. Sicherlich ist nahezu jeder Effekt der in Photoshop erzeugt wird auch in Gimp nachvollziehbar, doch Gimp setzt auf die Plug-in Erweiterung und so kann es sein, dass man sich zuerst mit etlichen Plugins beschäftigen muss, bevor man den Effekt erreicht.

Ich persönlich bin überzeugter Photoshop Nutzer. Warum? Weil man in Gimp meiner Meinung nach nicht die angenehme Arbeitsweise hat wie in Photoshop. Gimp ist weniger auf Tastenkürzel ausgelegt, was für mich ein absolutes No Go ist. Die Tastenkürzel in Photoshop ermöglichen ein unglaublich schnelles und effizientes Arbeiten und wenn man dann noch mit einem Grafiktablett arbeitet und sich an diese Arbeitsweise gewöhnt hat, hat man eine unglaubliche Geschwindigkeit bei der Arbeit in Photoshop. Des weiteren ist es in Gimp nicht möglich so komfortabel mit seinen Ebenen, Smart Objekten oder Vektorformen umzugehen. Photoshop bietet zudem eine ideale Zusammenarbeit mit den anderen Adobe Programmen, wie z.B. InDesign oder Illustrator. Dies mag zwar nicht für jeden interessant sein, aber für diejenigen die Programmübergreifend arbeiten ist es Gold wert. So werden Grafiken die in Illustrator erstellt werden und Bilder oder Websites die in Photoshop erstellt wurden kurzerhand verbunden und zusammengefügt. Auch die grundlegenden Tastenkürzel sind in der Creative Suite von Adobe gleich und ein Photoshopper findet sich auch schnell in einem anderen Programm der CS zurecht. 
Diesen übergreifenden Workflow gibt es in Gimp und anderen Programmen so nicht. Für mich ist Photoshop das Non plus Ultra der Bildbearbeitung, da es übersichtlich, schnell, und einfach nur geil ist. Doch auch Photoshop hat noch an der ein oder anderen Ecke eine Baustelle, wo noch Nachholbedarf besteht. Das wäre unter anderem bei manchen Filtern, bzw. deren Vorschau, die schon fast altertümlich daher hinkt, wie die des Radialen Weichzeichners.
Das alles hört sich jetzt einfach und genial an, doch gerade am Anfang darf man mit Photoshop nicht auf all zu große Erfolge hoffen. Das Programm ist für Profis ausgelegt und nur logisch wenn man mit den Grundlagen vertraut ist. An dieser Stelle mag Gimp vielleicht etwas einfacher sein, doch die Programme sind zu unterschiedlich, als dass es Sinn machen würde für die Grundlagen auf Gimp umzusteigen.
Doch gerade der sehr hohe Preis von Photoshop wird Gimp für Einsteiger interessant machen. Will man sich jedoch weiterhin mit dem Thema Bildbearbeitung beschäftigen wird man früher oder später fast zwangsläufig bei Photoshop landen.

So lässt sich letztendlich aus meiner Sicht sagen, dass Photoshop seinen hohen Preis wert ist, da es in der Handhabung überzeugt und schon fast wie eins Sucht ist: einmal Photoshop, immer Photoshop.
Bis zum nächsten Mal!

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